Formen geistiger Behinderung

Leichte Intelligenzminderung: IQ zwischen 50 und 69

Personen mit geistiger Behinderung erwerben  Sprache nur verzögert, jedoch in einem Umfang, der den täglichen Anforderungen und normaler Konversation genügt. Die Hauptprobleme treten in der Schulausbildung auf.

Mit Sonderunterricht werden praktische Fertigkeiten sowie Lesen und Rechnen

bis zum Niveau der sechsten Klasse gelehrt bzw. erlernt. Menschen mit leichter geistiger Behinderung sind für Arbeiten anlernbar, die eher praktische als schulische Fähigkeiten verlangen und können überwiegend selbstständig leben, bedürfen aber der Unterstützung bei größeren sozialen oder finanziellen Problemen.

Anzeichen einer Gehirnpathologie ( Gehirnerkrankung ) lassen sich in vielen Fällen nicht finden. Die Kinder stammen meist aus Familien der Unterschicht mit niedrigen

IQ- Werten.

 

Mittelgradige Intelligenzminderung: IQ zwischen 35 und 49

Die Entwicklung von Sprachverständnis und Sprachgebrauch ist verlangsamt.

In Bezug auf schulische Kenntnisse wird das Niveau der zweiten Klasse

erreicht. Auch im motorischen Bereich und im Bereich der Selbstversorgung

können Beeinträchtigungen festgestellt werden. Menschen mit Mittelgradige

Intelligenzminderung arbeiten meist in beschützenden (auch geschützten) Werkstätten. Sie leben in speziellen Einrichtungen (betreutes Wohnen) oder sind von der Betreuung der Familie abhängig.

In sozialer Hinsicht sind sie fähig, mit anderen Kontakte aufzunehmen und

zu kommunizieren. Die Ursache für die Intelligenzminderung, die meist während des Säuglingsalters oder der frühen Kindheit erworben wird, ist in vielen Fällen auf Gehirn- oder andere Erkrankungen zurückzuführen.

 

Schwere Intelligenzminderung: IQ zwischen 20 und 34

Die meisten Menschen mit schwerer Intelligenzminderung müssen ständig beaufsichtigt werden. Sie sind nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen. Sie verhalten sich aufgrund des schweren Hirnschadens häufig lethargisch, teilnahmslos und führen kaum selbstständige Aktivitäten durch. Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit wird erst nach langem Training erworben. Die Ursachen schwerer geistiger Behinderung sind genetische Faktoren oder schwerer Sauerstoffmangel bei der Geburt.

 

Schwerste Intelligenzminderung: IQ unter 20

Diese Menschen zeigen grundlegende emotionale Reaktionen, lernen manchmal auch Hände und Beine zu benutzen. Sie bedürfen lebenslanger Pflege und Aufsicht. Sie sind in ihrer Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt, teilweise körperlich schwer deformiert und haben neurologische Schäden. Einige lernen zu gehen, wenige, meist einfache Sätze zu sprechen, selbstständig zu essen und die Toilette zu benutzen. Die Sterblichkeit während der Kindheit ist sehr hoch.

 

 


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